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Peter Kabel

Prof.

Peter Kabel

Professor:in

peter.kabel@brand-university.de
AICreative MethodsGenerative AIInnovation

Akademischer Werdegang

1995

Professor

Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg

Publikationen

Dialog zwischen Mensch und Maschine

Peter Kabel · 2020

Dieses Buch beschreibt, wie sich die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen in den nächsten Jahren dramatisch verändern wird und wie Unternehmen sowie Institutionen den größtmöglichen Nutzen aus dieser Entwicklung ziehen können.
Conversational User Interfaces (CUI) sind die nächste Evolutionsstufe der Schnittstelle zwischen Menschen und den Inhalten oder Diensten des Internets. Wenn Nutzer in natürlicher Sprache mit ihnen reden, können intelligente Assistants, Voice-Systeme und Bots wertvolle Antworten geben und Handlungen auslösen: Sie buchen eine Fahrkarte, verlängern einen Vertrag oder starten eine Überweisung. So entsteht ein neues Ökosystem, das viele Prozesse in Unternehmen und im Alltag revolutionieren wird. Alle Marktteilnehmer müssen sich neu positionieren und verorten.
Dieses Buch hilft dabei, die Funktionsweisen und Konsequenzen beim Einsatz von CUIs grundlegend zu verstehen und beantwortet unter anderem folgende Fragen: Woraus setzen sich CUIs und intelligente Assistenten zusammen? Wie funktioniert Natural Language Generation? Welche technischen Herausforderungen entstehen für Unternehmen? Welche Rolle spielt Werbung in dem neuen Ökosystem? Wie funktioniert
der berührungslose Konsum? Eine inspirierende Lektüre, die Sie dabei unterstützt, sich in den nächsten Jahren unter den Leadern zu positionieren. Extra: eine Anleitung zum Gestalten Ihres eigenen Test-Bots – dem Friesenbot. 
Kostenlos für Leser: Testen Sie Ihr Wissen mit Fragen und Antworten zum Buch in der Springer-Nature-Flashcards-App.

Forschungsprojekte

Latent Heritage

PI2025–2027

Latent Heritage. Handwerksgrammatik als Konditionierungsschicht generativer Bildmodelle

Latent Heritage untersucht, wie das Konstruktionswissen chinesischer immaterieller Kulturerbe-Handwerke (Bambusflechten, Miao-Textil und -Silber, Batik, Papierschnitt u. a.) in zeitgenössische Gestaltungsobjekte überführt werden kann, ohne dass generative Bildmodelle es zu einer Oberflächenästhetik einebnen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Text-zu-Bild-Systeme kulturelle Formen systematisch in Richtung eines generischen Mittels glätten. Das Projekt setzt dem eine Infrastruktur entgegen, die nicht Motive, sondern Grammatik überträgt: Flechtlogiken, Reservierungs- und Rissverläufe, Aufhängungs- und Akkumulationsprinzipien.

Methodisch arbeitet die Pipeline mit vier getrennten Kanälen: einem Facettenvokabular für Material und Technik, das auf den Getty AAT gemappt ist und die Prompt-Ebene steuert; parametrisch erzeugten, deterministischen Strukturskizzen (sketchlib), die die Grammatik als räumliche Konditionierung einspeisen; handwerksspezifisch trainierten LoRA-Adaptern für die Materialsignatur; und Formvorgaben über Silhouette und Tiefenkarte. Welcher Kanal die Grammatik trägt, wird pro Handwerk festgelegt.

Kern des Vorhabens ist das G-Register: ein governance-geführtes Verzeichnis von Experimentserien mit Seed-Verriegelung, Abgleich von Generierungsabsicht und ausgeführten Parametern, Modell- und LoRA-Identität sowie Review-Zuständen. Damit werden Dosis-Wirkungs-Verläufe der Konditionierung reproduzierbar, vergleichbar und auditierbar. Eine systematische Literaturrecherche (2022 bis 2026) belegt, dass Handwerks-LoRAs inzwischen breit publiziert sind; die Kopplung von standards-gemapptem Vokabular, Provenienzregister und Steuerungsdosis ist dagegen unbesetzt.

Das Projekt wird gemeinsam von der Donghua University Shanghai und Partnern in Hamburg getragen; Nutzertests mit Studierenden und Expert:innen laufen im Herbst 2026 in Shanghai.

Peter Kabel (PI)